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Aktuelles

In VIA Adoption 1/2013, dem Informationsmagazin des Verbands Internationaler Adoptionsfamilien, erschien ein Interview mit Karen Husemann über Ethische Adoptionenmehr [209 KB]

 

Am 26. November 2012 wurde im dänischen Fernsehen der Film Mercy, Mercy ausgestrahlt. Er erzählt eine wahre Geschichte einer Adoption aus Äthiopien auf beiden Seiten, der äthiopischen und der dänischen Familie. Die Filmemacherin folgt den Familien über mehr als drei Jahre und stellt fest, dass für beiden Seiten die Adoption scheitert. Die leiblichen Eltern in Äthiopien sind mit dem HIV Virus infiziert und beschließen ihre Kinder abzugeben. Sie leiden in den folgenden Jahren unter ihrer Entscheidung, teils weil es ihnen gesundheitlich ganz gut geht, teils weil sie keine Nachrichten von ihren Kindern erhalten. Die dänischen Adoptiveltern sind mit dem älteren Mädchen überfordert und geben es in ein Heim. Der Filmemacherin geht es darum zu zeigen, dass ein Teil der Adoptionsindustrie kommerzielle Interessen über menschliche Bedürfnisse stellt und unschuldige Kinder Opfer eines absurden Marktmechanismus werden. mehr

 

Seitdem die Missstände in Adoptionsverfahren aus Äthiopien im Sommer 2009 bekannt wurden, gab es eine Reihe von Maßnahmen von Seiten der äthiopischen Regierung, um sie zu bekämpfen. Im Herbst 2012 wurden weitere Schritte bekannt. Sie betreffen insbesondere die Sicherstellung des Kindeswohls nach der Vermittlung. mehr

 

Das African Child Policy Forum hat einen lesenswerten Bericht über Adoptionen aus Afrika veröffentlicht. Er enthält wesentliche rechtliche Informationen zur internationalen Adoption wie auch eine Analyse der unterschiedlichen Praktiken und Herausforderungen in den afrikanischen Ländern. Fragen der Subsidiarität werden ebenso besprochen wie Alternativen zur Internationalen Adoption. Der Bericht schließt mit einer Reihe von Empfehlungen. Dazu gehört die Aufforderung, die Datenlage über adoptierte und adoptierbare Kinder in Afrika zu verbessern. Eine Empfehlung, der man sich uneingeschränkt anschließen kann.
AcPf (2012). Africa: The New Frontier for Intercountry Adoption. Addis Ababa: The African child Policy forum.

 

Das amerikanische Außenministerium hat eine Zusammenfassung einer Besprechung der US-Botschaft in Addis Abeba mit Vermittlungsagenturen auf seine Webseite gestellt. Bei der Besprechung um 18. April 2012 ging es unter anderem um Interviews, die die Botschaft mit Angehörigen zur Adoption freigegebener Kinder durchführt. Bei diesen Interviews stellen die Beamten der Botschaft immer wieder fest, dass die Angehörigen glauben, dass die Kinder im Alter von 18 Jahren wieder nach Äthiopien kommen. Wenn sie dann darüber informiert werden, dass Adoptionen die Familienbande für immer auflöst und sie nicht auf eine Rückkehr hoffen sollen, werden Familienangehörige oftmals sehr emotional. mehr

 

Im Dezember 2011 veröffentlichte die Zeitschrift The Atlantic einen Bericht über Auslandsadoptionen in Äthiopien. Danach sind im Jahr 2011 23 Kinderheime geschlossen worden. Gleichzeitig zeigt eine Analyse von Gerichtsurteilen, die von UNICEF in Äthiopien durchgeführt wurde, dass der Stopp nicht lange angehalten hat, und heute die Adoptionszahlen wieder auf dem früheren Niveau sind.

 

Am 07.10.2011 warnt das amerikanische Außenministerium erneut davor, unvollständige und fehlerhafte Dokumente bei der äthiopischen Botschaft einzureichen. Nach den Angaben der Botschaft sind in ca. 80% der Fälle die Dokumente inkonsistent oder fehlerhaft. mehr

 

Adoptiveltern in den USA wegen Totschlags an ihrer Adoptivtochter angeklagt. Die streng religiösen Eltern hatten das Kind ausgesperrt, geschlagen und hungern lassen. Es starb am 12. Mai 2011. mehr

 

Das amerikanische Außenministerium informiert am 21. Juli 2011 über die Schließung von Kinderheimen in Südäthiopien. Ein Blog veröffentlicht Informationen von amerikanischen Vermittlungsstellen zum gleichen Thema.

 

Mitte Juni 2011 erhielten wir eine neue (noch unbestätigte) Information, dass die durch die äthiopische Regierung beschlossenen Reduktionen im Adoptionsverfahren (auf 10%) so umgesetzt werden sollen, dass pro Vermittlungsstelle 2 Adoptionen im Monat durchgeführt werden. mehr

 

Am 15. April 2011 wurde auf der website poundpuplegacy die englische Übersetzung eines Briefes der Ministerin an das äthiopische Zivilgericht veröffentlicht, in dem die Reduzierung der Adoptionsgenehmigungen durch das Ministerium begründet wird. In diesem Brief wird die Existenz gefälschter Dokumente in Adoptionsverfahren eingeräumt. mehr

 

Am 6. April 2011 fand eine Telefonkonferenz der amerikanischen Einwanderungsbehörde USCIS mit betroffenen Vermittlungsagenturen und Eltern statt. Beamte der USCIS hatten im Januar eine Untersuchung der Situation in Äthiopien durchgeführt und stellten dort die Ergebnisse vor. Ein Kommentar findet sich hier.

 

Das amerikanische State Department bestätigte erneut am 5. April 2011, dass die äthiopische Regierung im Gespräch mit der US amerikanischen Botschaft bei ihrer Position blieb, in Zukunft nur noch 5 Adoptionen täglich zu bearbeiten. Dies betrifft alle Adoptionsanträge, die nach dem 8. März 2011 bei dem äthiopischen Ministerium eingingen. mehr

 

Die amerikanische Elternorganisation PEAR hat am 11. März 2011 eine Stellungnahme zur Entscheidung von MoWA veröffentlicht. mehr

 

Am 11. März 2011 berief das amerikanische Außenministerium eine Stakeholder Konferenz zur Situation in Äthiopien ein. mehr

 

Das amerikanische Außenministerium bestätigte am 09.03.2011 die Meldung, dass das äthiopische Familienministerium ab sofort nur noch 5 Adoptionsfälle pro Tag bearbeiten wird. Nach äthiopischen Recht müssen alle Vermittlungen vom Ministerium genehmigt werden, bevor sie an die Gerichte weiter geleitet werden. Das Department of State geht von massiven Verzögerungen in den Vermittlungszeiten aus.

 

Voice of America berichtete am 04. März 2011, dass die äthiopische Regierung plant, die Zahl der Adoptionen um 90 Prozent zu reduzieren. Damit solle Missbrauch und Korruption bekämpft werden. In Zukunft sollen nur noch 5 Adoptionsfälle am Tag verhandelt werden. Zurzeit sind es ca. 50 am Tag. mehr

 

Am 18. Februar 2011 wurde auf www.adoptionsinfo.de ein Beschluss des OLG Düsseldorf vom 18.01.2011 in Auszügen veröffentlicht. Danach hat das Gericht in zweiter Instanz den Antrag auf Anerkennung einer äthiopischen Adoption abgelehnt. Zur Begründung verwies das Gericht darauf, dass im Adoptionsverfahren nicht geprüft worden war, ob das Kind bei seinen noch lebenden und auch bekannten Eltern hätte bleiben können und die Eltern der Adoption nicht zugestimmt hatten. mehr

 

Am 11. Februar 2011 wurde ein Bericht im Internet veröffentlicht, der im Jahr 2009 von der niederländischen Vermittlungsagentur Wereldkinderen in Auftrag gegeben wurde und der die Vermittlungsverfahren von 25 Adoptionen in Äthiopien untersucht. Der Bericht ist sehr aufschlussreich und beschreibt die bestehenden Dilemmata und Probleme in vielen Adoptionsverfahren, auch wenn man nicht alle Darstellungen und Schlussfolgerungen so teilen muss. mehr

 

Am 24. January 2011 veranstaltete das amerikanische Außenministerium eine Konferenz mit dem Titel: Ethiopia, a New Adoption Agenda. mehr

 

14.12.2010: Die äthiopischen Behörden planen die Schließung Dutzender sogenannter Transitheime und den Entzug von Lizenzen von Vermittlungsstellen. mehr

 

Am 10. Dezember 2010 wurde der Vermittlungsagentur Better Future Adoption Services von der äthiopischen Regierung die Lizenz entzogen. mehr

 

Am 6.12.2010 warnte das amerikanische State Department vor Unregelmäßigkeiten in Adoptionen aus Äthiopien. mehr